Girls Empowerment in Odisha, Indien

Bereits 760 Mädchen haben teilgenommen.

Girls Empowerment in Odisha, Indien

Damit Mädchen selbstbewusst, stark und gesund aufwachsen.

Bereits 760 Mädchen haben teilgenommen.

Was machen wir?

Stärke ein Mädchen, verändere die Welt.

In vielen ländlichen Regionen Indiens haben Mädchen weniger Freiheit, weniger Sicherheit und schlechteren Zugang zu Bildung als Jungen. Die Menstruation ist dort bis heute ein Tabu. Viele Eltern sprechen mit ihren Töchtern nicht darüber, sodass die erste Periode sie völlig unvorbereitet trifft.

Mädchen lernen früh, Schmerzen und Scham für sich zu behalten. Während ihrer Periode bleiben viele der Schule fern, weil Hygieneartikel fehlen oder sie Spott und Ausgrenzung fürchten. Einige brechen die Schule deshalb ganz ab. Hinzu kommt die Gefahr sexueller Übergriffe, etwa auf dem Schulweg.

Genau hier setzt unser Girls Empowerment Project an. Gemeinsam mit langjährigen lokalen Partnern arbeiten wir an fünf Schulen rund um Bhubaneswar im Osten Indiens. Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren bekommen bei uns: Aufklärung über Körper und Menstruation, Hygieneartikel für den Alltag und Selbstverteidigungstraining. Die Ergebnisse der ersten Projektrunden seit 2023 sind eindeutig: Weniger Mädchen brechen die Schule ab, und viele treten spürbar selbstbewusster auf.

WARUM IST DAS PROJEKT WICHTIG?

  • 20 % brechen die Schule ab

    In Indien verlässt jedes fünfte Mädchen nach der Pubertät die Schule – oft wegen fehlender Hygieneartikel, fehlender Toiletten oder Stigmatisierung.

  • 23 % ohne sicheren Hygieneartikel

    Fast ein Viertel der Frauen behilft sich weiterhin mit alten Stofflappen, was zu Infektionen und Gesundheitsrisiken führt.

  • 70 % ohne Aufklärung

    Die meisten Mädchen erleben ihre erste Periode, ohne zu wissen, was mit ihrem Körper geschieht.

  • Lebenslange Folgen

    Ohne Schulabschluss bleiben Einkommen, Heiratsalter und die Gesundheit der nächsten Generation dauerhaft niedriger.

Schulen, die wir unterstützen

Mendhasala
Hantasura
Erabang
Nimapada
Shakshyam

WAS UMFASST DAS PROJEKT?

Period Power

In der Vergangenheit wurden häufig unsaubere Hygieneartikeln wie alte Lumpen, Zeitungen oder Asche verwendet, die Infektionen verursachten. An fünf Schulen vermitteln Sozialarbeiter*innen und medizinisches Personal rund 360 Mädchen Wissen über Menstruation, Gesundheit und Hygiene. Jedes Mädchen erhält ein First Period-Kit mit Binden, Seife und Informationsmaterial. Zudem sprechen wir mit der Dorfgemeinschaft, insbesondere Müttern, offen über Menstruation, sodass Mädchen zuhause Unterstützung statt Tabus erfahren.

Selbstverteidigung

In ländlichen Regionen Indiens sind Mädchen häufig Übergriffen ausgesetzt. Viele Fälle werden nie angezeigt. Aus Sorge um die Sicherheit ihrer Töchter halten manche Eltern sie von der Schule fern oder verheiraten sie früh. In wöchentlichen Trainings lernen über 60 Mädchen an drei Schulen, sich körperlich zu verteidigen. Das stärkt nicht nur ihre Reaktionsfähigkeit im Notfall, sondern auch ihr Selbstvertrauen im Alltag. Der Höhepunkt ist ein gemeinsamer Freundschaftswettkampf aller Schulen.

WAS HABEN WIR BISHER ERREICHT?

  • Mehr Anwesenheit

    Mädchen bleiben während ihrer Periode in der Schule, früher fehlten sie bis zu 7 Tage im Monat.

  • Bessere Menstruationsgesundheit

    Vorher nutzte mehr als jedes vierte Mädchen alte Stoffreste, heute verwenden alle Binden. Auch Scham und Stigma rund um die Menstruation nehmen sichtbar ab.

  • Vom Training in den Wettkampf

    Die Mädchen geben Wissen über Selbstverteidigung an andere Mädchen in ihren Dörfern weiter und mehrere haben sich für Landes- und Bundeswettkämpfe qualifiziert.

  • Wachsender Einfluss

    Aufgrund der positiven Erfolge bietet die Regierung Selbstverteidigungstraining inzwischen auch an weiteren Schulen an.

Voices of Change - Stimmen der teilnehmenden Mädchen

Voices of Change - Stimmen der teilnehmenden Mädchen

„An vielen Orten dürfen Mädchen und Frauen während ihrer Periode weder die Küche, den Tempel noch das Badezimmer betreten, noch dürfen sie sauberes Geschirr oder bestimmte Kleidungsstücke benutzen. Manchen ist es sogar verboten, das Haus zu verlassen, zur Schule zu gehen oder Tempel zu besuchen, aufgrund des falschen Glaubens, dass dies Unglück bringe oder stärkere Blutungen verursache. (...) Es ist unsere Pflicht, Aufklärung zu betreiben (...) Ich bin stolz darauf, ein Mädchen zu sein.“

„Meine Freundin heißt Sushree. In ihrer Familie gibt es noch viele alte Vorstellungen über die Menstruation. Aufgrund dessen, was sie von ihren Ältesten gelernt haben, dürfen sie während ihrer Periode weder den Tempel noch die Küche betreten. Durch diese Einschränkungen war sie sehr unglücklich. Ich habe ihrer Familie erklärt, dass diese Praktiken falsch sind und aufhören sollten. (...) Wir sollten offen darüber sprechen, denn die Periode ist ein natürliches und wichtiges Thema, das diskutiert und nicht ignoriert werden sollte.“

„Das Girls Empowerment Programme hat in Zusammenarbeit mit unserer Schule einen Vortrag organisiert. Im Rahmen dieses Programms kam eine Ärztin zu uns und erklärte, wie man sich während der Periode verhalten sollte. Wir konnten auch ganz offen über die Schwierigkeiten sprechen, mit denen wir während der Menstruation konfrontiert sind. (...) Diese Kurse waren für alle Mädchen und Frauen sehr hilfreich.“

„Zuerst dachte ich, es ginge bei den Selbstverteidigungskursen nur darum, zu lernen, wie ich mich verteidigen kann, aber ich habe viel mehr gelernt. Ich habe regelmäßig trainiert, und mein Selbstvertrauen ist gewachsen. (...) Außerdem habe ich viele wichtige Dinge über meinen Körper und die Menstruation gelernt. Das ist ein ganz natürlicher Teil des Lebens eines Mädchens und nichts, wofür man sich schämen müsste. Dieser Kurs hat die Einstellung meiner Familie und meine eigene Denkweise verändert.“

Triff das Team

Das deutsche Team

Katarina und Alexandra sind nun bereits im dritten Jahr als Koordinatorinnen des „Girls Empowerment Project“ tätig und werden dabei von ihrem gemeinsamen Engagement für Bildung, Gleichberechtigung und die Rechte von Mädchen angetrieben. Nachdem sie im März 2025 die teilnehmenden Schulen in Odisha besucht und sich persönlich von der großen Wirkung des Programms überzeugt hatten, wurden sie dazu inspiriert, das Projekt noch weiter auszubauen.

Die indische Koordinatorin

Namita vom Aashraya-Team koordiniert das Projekt an allen Schulen rund um Bhubaneswar. Vor jeder neuen Projektrunde entwickeln wir das Programm gemeinsam mit ihr weiter, basierend auf den Erfahrungen des Vorjahres. Während der Projektrunde hält Namita engen Kontakt zu den Schulleitungen und bringt Lehrkräfte, Trainer*innen und medizinisches Fachpersonal mit den Schülerinnen zusammen, damit Unterrichtseinheiten und Selbstverteidigungstrainings reibungslos stattfinden können.

Danke an unsere Partner

Wir arbeiten eng mit lokalen Partnern zusammen: Das Team von Aashraya setzt sich für die Rechte von Kindern ein und koordiniert die Selbstverteidigungs- und Aufklärungs-Kurse, während das Rural Welfare Institute die administrative Unterstützung übernimmt. Darüber hinaus stellen wir Lehrmaterialien von WASH United zur Verfügung – einer internationalen Organisation, die sich für die Verbesserung der Wasserversorgung, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) für alle einsetzt.

Gemeinsam können wir Mädchen dazu ermutigen, noch größer zu träumen!

Wo ein Mädchen geboren wird, sollte nicht darüber entscheiden, ob es zur Schule gehen, sich sicher fühlen oder über den eigenen Körper Bescheid wissen darf. Mit deiner Unterstützung geben wir Mädchen in Odisha Wissen, Sicherheit und die Chance auf eine eigene Zukunft.

Unser Gesamtbudget für 2026 beträgt 6.709 €. Schon kleine Beiträge bewirken viel:

  • 6 € versorgen ein Mädchen ein Jahr lang mit Binden („First Period Kit")

  • 25 € finanzieren einen Aufklärungsworkshop für Mütter

  • 35 € ermöglichen ein wöchentliches Selbstverteidigungstraining für einen Monat

Mit deiner Spende sichern wir das Programm für 2027 und erreichen noch mehr Mädchen.

Direkt unterstützen durch eure Spende

Bank │ Sparkasse Holstein

IBAN │ DE16 2135 2240 0179 2512 10

BIC │ NOLADE21HOL

Wenn du die Spende direkt per IBAN überweist, sende uns bitte eine E-Mail an kontakt@mandelzweig-projekthilfe.de, um die Spendenbescheinigung zu erhalten.

Neuigkeiten

Fragen und Antworten

Über die Sache

In vielen ländlichen Gebieten gilt die Menstruation nach wie vor als Tabu. Mädchen haben oft keinen Zugang zu erschwinglichen Hygieneartikeln, sauberen Toiletten, Wasser und grundlegender Aufklärung über ihren Körper. Ohne diese Dinge bleiben viele Mädchen während ihrer Periode zu Hause – und brechen manchmal die Schule ganz ab.

Ja. Für Millionen von Mädchen hat die Menstruation direkte Auswirkungen auf den Schulbesuch, die Gesundheit und das Selbstwertgefühl. Während dieses Problem in Europa weitgehend gelöst ist, stellt es in vielen Teilen der Welt nach wie vor ein ernsthaftes Hindernis für den Zugang zu Bildung dar.

Denn die Menstruation ist einer der verborgenen Gründe, warum Mädchen die Schule abbrechen. Wenn dieses Hindernis beseitigt wird, ist die Wahrscheinlichkeit weitaus größer, dass Mädchen die Schule weiter besuchen, ihre Ausbildung abschließen und Unabhängigkeit erlangen.

Über Indien

Indien hat eine der weltweit größten Bevölkerungsgruppen von Mädchen im schulpflichtigen Alter, und die Menstruation ist in vielen ländlichen und benachteiligten Gemeinden nach wie vor stark stigmatisiert. Unsere lokalen Partner sind fest in diesen Gemeinden verwurzelt und haben speziell in diesem Bereich um Unterstützung gebeten.

Ja – aber das Wachstum verläuft ungleichmäßig. In ländlichen Gebieten ist der Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung, insbesondere für Mädchen, nach wie vor sehr eingeschränkt. Der wirtschaftliche Fortschritt kommt nicht automatisch allen zugute.

Viele Mädchen haben keinen Zugang zu sauberen Toiletten, fließendem Wasser oder einer sicheren Abfallentsorgung. Viele haben auch keinen Zugang zu Hygieneartikeln wie Binden oder Tampons. Kulturelle Tabus können sie daran hindern, offen über die Menstruation zu sprechen – selbst mit ihren Müttern oder Lehrerinnen.

Über unseren Ansatz

Wiederverwendbare Produkte setzen den Zugang zu sauberem Wasser und Seife, privaten Waschmöglichkeiten sowie Trockenräumen voraus – über die viele Mädchen nicht verfügen. Menstruationstassen erfordern zudem Körperbewusstsein und kulturelle Akzeptanz, die möglicherweise noch nicht vorhanden sind. Bei unserem Ansatz stehen Sicherheit, Würde und die Umsetzbarkeit vor Ort im Vordergrund.

Ja. Menstruationsprodukte allein reichen nicht aus. Wir verbinden die Verteilung mit einer altersgerechten Aufklärung für Mädchen (und manchmal auch für Jungen, Eltern und Lehrkräfte), um Stigmatisierung und Fehlinformationen abzubauen.

Ja. Wir arbeiten eng mit Pädagoginnen, Fachkräften im Gesundheitswesen und Frauen aus den Gemeinden selbst zusammen. Außerdem beziehen wir eine Künstlerin mit ein, die Aufkleber für die „First Period Box“ entwirft.

Vertrauen und Glaubwürdigkeit

Wir sind Katarina und Alexandra vom eingetragenen gemeinnützigen Verein Mandelzweig Projekthilfe e.V. Unser Verein unterstützt seit mehr als 10 Jahren verschiedene Projekte in Ostindien. Wir arbeiten auf Augenhöhe mit unseren Partnern, begleiten die Umsetzung eng und berichten regelmäßig darüber, wie die Spenden verwendet werden.

Wir arbeiten mit offiziellen lokalen Organisationen zusammen, führen eine transparente Buchhaltung und evaluieren unsere Programme regelmäßig. Die Verwaltungskosten in Indien werden so gering wie möglich gehalten.

Im Jahr 2026 wurden insgesamt 6.709 EUR für das Programm ausgegeben. Darin enthalten sind 2.904 EUR für das „Period Power“-Programm (Aufklärungsveranstaltungen für Schülerinnen und Mütter an 5 Schulen, „First Period Kits“ für 360 Mädchen, bestehend aus Binden, einem Armband, Seife und Aufklärungsmaterial); 60 EUR für Bücher über inspirierende Frauen; 1.400 EUR für Selbstverteidigungstrainings an 3 Schulen (einschließlich Gehälter für Trainer, Trainingsausrüstung und Freundschaftswettkämpfe); 1.900 EUR als Gehalt für unsere Projektkoordinatorin Namita und 445 EUR als Verwaltungskosten.

Informiert bleiben

Um unsere Neuigkeiten zu erhalten, melden Sie sich bitte über das Formular an oder senden Sie eine E-Mail direkt an girlsempowerment@mandelzweig-projekthilfe.de. Wir versenden nur wenige Newsletter pro Jahr, in denen wir uns auf unsere Wirkung und Geschichten konzentrieren – nicht auf ständige Spendenaufrufe.

Auf jeden Fall. Viele Unterstützer teilen unsere Arbeit mit Freunden, Familienangehörigen und Gruppen in ihrer Umgebung, um das Bewusstsein für unser Anliegen zu schärfen. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie weitere Informationen benötigen.

Werte und Legacy

Wenn Mädchen die Schule nicht abbrechen, gewinnen sie an Selbstständigkeit, erwerben Wissen über Gesundheit und eröffnen sich Zukunftsperspektiven. Davon profitieren Familien, Gemeinschaften und künftige Generationen.

Wenn wir heute Bildung und Gleichberechtigung fördern, tragen wir dazu bei, morgen eine gerechtere und stabilere Welt zu schaffen – eine Welt, in der alle Kinder die Chance haben, sich zu entfalten.

So können Sie uns unterstützen

Es gibt viele Möglichkeiten unsere Mandelzweige zu unterstützen. Werde Mitglied, hilf uns bei der Projektfinanzierung oder erzähl deinen Freunden von uns. Jeder Beitrag hilft! Falls du Fragen oder Anregungen an uns hast, kannst du uns gerne über das Kontaktformular anschreiben. Wir freuen uns auf dich!